16 Juli 2026

Ein Bett unter freiem Sternenhimmel in der Toskana, ein Zelt im Schatten jahrhundertealter Olivenbäume in Kalabrien, eine Luxus-Lodge im Piemont: Italien bleibt der Glamping-Klassiker unter den Reisezielen, weil kaum ein anderes Land so unterschiedliche Landschaften auf so kleinem Raum vereint. Vom Gardasee über die Toskana bis nach Kalabrien hat sich Glamping vom Nischenprodukt zur festen Urlaubsalternative zwischen Camping und Hotel entwickelt. Was sich dabei gerade verschiebt, zeigt sich am besten an den Unterkünften selbst.

Vom Zelt zur Suite

Der Komfortanspruch wächst überall spürbar. Statt Isomatte und Gaskocher gibt es heute Design-Interieur, eigene Whirlpools und Betten, die eher an ein Boutique-Hotel erinnern als an ein Zelt.

Ein schönes Beispiel dafür sind die Lilelo Lodges im Piemont: drei freistehende Holzhütten in markanter V-Form, jede mit privatem Hot Tub, viel Abstand zur Nachbarhütte sowie Frühstück auf Wunsch direkt vor der Tür und damit ideal für zwei, die ihre Ruhe wollen. Angereist wird unkompliziert per Self-Check-in, ganz ohne Rezeptionsschalter, während E-Bikes und eine E-Auto-Ladestation vor Ort auf eine bewusste Anreise einzahlen.

Ganz bewusst weniger Technik

Gleichzeitig wächst das Bedürfnis, genau davon mal wegzukommen. Immer mehr Plätze setzen auf Komposttoiletten, Solarenergie und Selbstversorgung statt auf Steckdosen an jeder Ecke.

Auf einem Bio-Bauernhof bei Bologna liegt etwa Il Granello: ein Glockenzelt mit Komposttoilette und heißer Außendusche auf einem 650 m² großen, komplett privaten Grundstück am Waldrand, umgeben von hofeigenem Wein, Käse und Gemüse. Wer mit Hund unterwegs ist, findet hier übrigens einen der wenigen Plätze, an denen das Tier ganz selbstverständlich willkommen ist.

Nächte unter freiem Himmel

Manche Unterkünfte setzen bewusst auf möglichst wenig zwischen Gast und Natur.

Die Novanta Skylodge im toskanischen Bergdorf Borgo di Gello kommt zum Beispiel komplett ohne Wände aus: Ein Himmelbett steht frei unter dem Sternenhimmel, nur eine Plexiglasscheibe schützt bei Regen. Abends wird gemeinsam am langen Holztisch gegessen, mit Trüffeln und Wein aus der unmittelbaren Umgebung, tagsüber locken Yoga, Bogenschießen oder eine geführte Trüffelsuche im Wald rund um den jahrhundertealten, erst kürzlich wiederbelebten Weiler.

Der Süden ruft

Während Gardasee, Toskana und Adria die bekannten Namen bleiben, zeigt sich im Süden gerade ein neuer Trend: An der Ionischen Küste Kalabriens, fünf Gehminuten von der Bucht von Soverato entfernt, liegt I Giardini del Caramante.

In einem jahrhundertealten Olivenhain steht hier eine Eco-Suite als klassisches Bell-Zelt aus reiner Baumwolle auf großen Plattform aus kalabrischem Kastanienholz. Gäste nehmen an Kochworkshops mit kalabrischen Spezialitäten teil, genießen einen Aperitif im Olivenhain oder brechen zu einer Delfin-Beobachtungstour auf. In der Umgebung liegen Soverato, die „Perle des Ionischen Meeres", das malerische Dorf Badolato und Squillace mit seinem normannischen Schloss und seiner langen Keramiktradition. 

Fazit

Von Design-Lodge mit Hot Tub im Piemont bis hin zum Bio-Zelt mit Komposttoilette bei Bologna: Italien deckt gerade jede Facette des Glamping-Gedankens gleichzeitig ab. Wer die passende Unterkunft für seinen nächsten Urlaub sucht, wird auf glampings.de fündig, von familienfreundlichen Lodges an der Küste bis zum abgeschiedenen Rückzugsort in den Hügeln.

Hinweis: Öffnungszeiten, Ausstattung und Verfügbarkeit variieren je nach Campingplatz und Saison. Aktuelle Details findest du in den jeweiligen Unterkunfts-Profilen auf glampings.de.